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Den Disability Studies geht es um die sozial- und kulturwissenschaftliche Erforschung der Gesellschaft unter dem Blickwinkel von Behinderung: Was können wir über das Soziale, über Politik, Kunst und Körper wissen, wenn wir diese Themen über die Erfahrung von Behinderung diskutieren? Die Disability Studies hinterfragen die Selbstverständlichkeit von Normen, Kulturen und Idealen in der Weltgesellschaft aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung. Weil ihnen eine uneingeschränkte Teilhabe erschwert ist, geben ihre Erfahrungen einen Zugang zu den unsichtbaren Beschränkungen der Normalität des Alltags.

Das Forum für transdisziplinäre Projekte lädt Menschen mit und ohne Behinderung aus unterschiedlichen Disziplinen und Tätigkeitsbereichen zum Dialog ein. Behinderung wird – ähnlich wie Geschlecht, sexuelle Orientierung oder Ethnie – als eine Schlüsselkategorie gesellschaftlicher Erfahrung verstanden: Man ist nicht behindert, man wird es. Das Forum orientiert sich an der internationalen Agenda der Disability Studies und an den nationalen und lokalen Diskussionen, Projekten und Innovationen im Bereich Behinderung und Gesellschaft. Es dient der Vernetzung von Akteuren sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Es wird getragen von der Schweizerischen Gesellschaft für Disability Studies SGDS.